Glossar

Verzeichnis theologischer Begriffe

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Es gibt 18 Einträge in diesem Verzeichnis, die mit dem Buchstaben M beginnen.
Mediotribulationismus
Siehe Entrückung, in der Mitte der Drangsalszeit.

Mensch der Sünde
So wird in 2. Thessalonicher 2,3 nach dem gr. Mehrheitstext übersetzt (gr. ánthrōpos tês hamartías), wo es um den Antichristus geht. Der Nestle-Aland-Text hat hier »Mensch der Gesetzlosigkeit« (gr. ánthrōpos tês anomías).

Mensch, alter
Von Paulus verwendeter Begriff für den nicht wiedergeborenen Menschen oder für den Menschen, der sich außerhalb der Errettung in Christus befindet (Röm 6,6; Eph 4,22–24; Kol 3,9.10). Er bildet den Gegensatz zum neuen Menschen.

Mensch, natürlicher
Der Mensch in seinem unerlösten Zustand außerhalb der Errettung in Jesus Christus.

Mensch, neuer
Ein von Paulus verwendeter Begriff für den wiedergeborenen Menschen (Eph 4,22–24; Kol 3,9.10)

Menschenzentriertheit
Siehe Anthropozentrismus.

Millennialismus
Der Glaube an eine tausendjährige Herrschaft Jesu Christi, ob gegenwärtig oder zukünftig. Siehe Millennium.

Millennium (tausendjähriges Reich)
Die tausend Jahre, in denen Christus über die Erde herrscht. Gemäß der Lehre des Prämillennialismus wird Christus nach seinem zweiten Kommen sein tausend Jahre dauerndes Reich auf der Erde aufrichten.

Mittler
Jemand, der zwischen zwei Parteien steht und sie miteinander zu versöhnen sucht. Jesus Christus ist der einzige rettende Mittler zwischen Gott und dem Menschengeschlecht.

Modalismus
Die Auffassung, dass die drei Personen der Trinität nicht drei unterschiedene Personen, sondern drei verschiedene Erscheinungsweisen (modi) Gottes in seinem Wirken seien. Siehe auch Patripassianismus und Sabellianismus.

Monarchianismus
Ein Verständnis von Gott, das dessen Einheit betonte, eine Bewegung besonders im zweiten und dritten Jahrhundert. Er trat in zwei Varianten auf: im dynamischen und im modalistischen Monarchianismus.

Monarchianismus, dynamischer (auch: adoptianistischer Monarchismus)
Eine Sicht, nach der alleine der Vater Gott sei, Jesus hingegen mit Gott nicht wesensgleich gewesen sei, sondern dass Gott in ihm zumindest zeitweilig durch eine unpersönliche göttliche Kraft (dem logos) gewohnt und gewirkt habe.

Monarchianismus, modalistischer
Eine Bewegung, welche die Trinität interpretierte als aufeinander folgende Erscheinungsweisen des einen Gottes: Er sei erschienen zuerst als Vater, dann als Sohn und schließlich als Heiliger Geist (sog. Metamorphosen). Die Bewegung begann im dritten Jahrhundert (siehe auch: Modalismus, Sabellianismus, Patripassianismus).

Monergismus
Die biblische Lehre, dass die Wiedergeburt ausschließlich durch Gottes Wirken geschieht (von gr. mónos = »einer«/»allein« und érgon = »Werk«).

Monismus
Eine Philosophie oder Theologie, welche alle Wirklichkeit als Ausdruck eines einzigen Grundprinzips ansieht; eine Sicht, nach der die Wirklichkeit nur von einer einzigen Substanz sei.

Monophysitismus
Die häretische Sicht, dass Jesus Christus nur eine Natur (o. Wesen) gehabt habe (von gr. mónos = »einzig« und phýsis = »Natur«).

moralischer Gottesbeweis
Siehe Gottesbeweis, moralischer.

Mosebund
Die Sammlung der Gesetze, die Gott durch Mose gab.